Richtlinien

Die Voraussetzungen für die Gewährung von Förderungen sind in den Förderungsrichtlinien geregelt. Darin sind insbesondere die Anforderungen an die Antragstellung enthalten.

In der Aufsichtsratssitzung vom 3. Dezember 2015 wurde eine Änderung der Förderungsrichtlinien beschlossen. Neben der generellen Überarbeitung zur Verbesserung der Lesbarkeit wurden insbesondere folgende Änderungen beschlossen:

Die in Punkt 2 geregelte Dauer der Förderzusage wurde von 9 auf 12 Monate erweitert, eine Verlängerung um 6 Monate (statt bisher 3) ist möglich:

Punkt 2. Förderungszusage
Das Filminstitut kann auf Grund der übergebenen Antragsunterlagen eine zeitlich befristete Förderungszusage geben. Sind innerhalb der Frist, die im Regelfall 12 Monate beträgt, die Bedingungen und Auflagen der Förderungszusage nicht nachweislich erfüllt oder sind die Voraussetzungen, unter denen die Förderungszusage erteilt worden ist, nicht oder nicht mehr gegeben, so erlischt die Förderungszusage. Die Frist kann über begründeten Antrag der Förderungswerberin/des Förderungswerbers vom Filminstitut um höchstens 6 Monate verlängert werden.

Die Möglichkeiten zur Kinoschutzfristenverkürzung wurden erweitert:
11.2. Das Filminstitut kann auf begründetes Ersuchen der Herstellerin/des Herstellers die in Pkt. 11.1. aufgeführten Sperrfristen verkürzen. Die Sperrfristen können folgendermaßen verkürzt werden:

11.2.1. für die Bildträgerauswertung bis auf 4 Monate nach regulärer Erstaufführung

11.2.2. für die Auswertung durch individuelle Zugriffs- und Abrufdienste für einzelne Filme ("video on demand" und "near-video-on-demand")  oder für ein festgelegtes Filmprogrammangebot gegen Entgelt ("Pay-per-view") bis auf 4 Monate nach regulärer Erstaufführung

11.2.3. für die Auswertung durch Bezahlfernsehen bis auf 8 Monate nach regulärer Erstaufführung

11.2.4. für die Auswertung durch frei empfangbares Fernsehen bis auf 12 Monate nach regulärer Erstaufführung.

11.3. Der Aufsichtsrat kann darüber hinaus aufgrund eines detaillierten und speziellen Verwertungskonzeptes der Herstellerin/des Herstellers in besonderen Ausnahmefällen die Sperrfristen weiter verkürzen. Voraussetzung ist, dass eine kurz aufeinanderfolgende Vermarktung in mehreren Verwertungsstufen nach Gestaltung und Inhalt des Films sowie nach dem überwiegend angesprochenen Publikum den bestehenden Vorrang der Kinoauswertung nicht gefährdet und auch sonst filmwirtschaftliche Belange nicht entgegenstehen:

11.3.1. für die Bildträgerauswertung bis auf 3 Monate nach regulärer Erstaufführung

11.3.2. für die Auswertung durch individuelle Zugriffs- und Abrufdienste für einzelne Filme ("video on demand" und "near-video-on-demand") oder für ein festgelegtes Filmprogrammangebot gegen Entgelt ("pay-per-view") bis auf 3 Monate nach regulärer Erstaufführung. Um Erfahrungswerte mit innovativen multimedialen Verwertungskonzepten sammeln zu können, kann der Aufsichtsrat in ganz besonders gelagerten Ausnahmefällen diese Frist projektgerecht noch weiter verkürzen, wenn dies für die bestmögliche Verwertung des Films erforderlich ist und die Kinoauswertung nicht gefährdet wird

11.3.3. für die Auswertung durch Bezahlfernsehen bis auf 6 Monate nach regulärer Erstaufführung

11.3.4. für die Auswertung durch frei empfangbares Fernsehen bis auf 6 Monate nach regulärer Erstaufführung. Für Filme, die unter Mitwirkung eines Fernsehveranstalters hergestellt worden sind, kann in Ausnahmefällen und bei überdurchschnittlich hoher Finanzierungsbeteiligung des Fernsehveranstalters die Sperrfrist auf 4 Monate nach regulärer Erstaufführung verkürzt werden.

Die Festivalliste wurde erweitert:
Den Preisen für Spielfilme wurden die Oscars für das "Best Motion Picture" und den "Best Director" (260.000 Punkte) hinzugefügt, in Rotterdam die Preise aktualisiert, nunmehr werden der "Hivos Tiger Award" und der "Jury Tiger Award" mit 110.000 Punkten bedacht. Berlin wurde um den "Panorama Audience Award" (60.000 Punkte) erweitert.
Die Teilnahme in Cannes an der "Quinzaine des Réalisateurs", der "Semaine de la Critique" sowie "Un Certain Regard" löst nunmehr 60.000 Punkte aus (zuvor 30.000), Locarno wurde um die Teilnahme an der "Piazza" erweitert (30.000 Punkte), sofern es sich um eine Weltpremiere handelt.
Die zuvor genannten Änderungen sind gegebenenfalls auch auf Kinder- und Dokumentarfilme anwendbar, erweitert wurde die Teilnahme von Dokumentarfilmen in Berlin am "Panorama Dokumente", für die 30.000 Referenzpunkte vergeben werden.

Jänner 2016


In der Aufsichtsratssitzung vom 6. Oktober 2015 wurde eine Änderung der Förderungsrichtlinien beschlossen:

Punkt 1. (5) lautet nunmehr wie folgt:
"Wird mit der Durchführung des zu fördernden Vorhabens vor Antragstellung begonnen, so erfolgt dies auf alleiniges Risiko des Förderungswerbers/der Förderungswerberin und dem Filminstitut erwächst dadurch keine, wie auch immer geartete Verpflichtung. Die Förderung einer Herstellung nach bereits erfolgten Hauptdreharbeiten ist, ausgenommen von Vordrehs, jedenfalls ausgeschlossen und nur in besonderen, künstlerisch begründeten und vom Aufsichtsrat zu genehmigenden Einzelfällen zulässig."    

Punkt 11. (3) lit b) lautet neu:
11. (3) Der Aufsichtsrat kann darüber hinaus in Ausnahmefällen auf begründetes Ersuchen des Herstellers/der Herstellerin durch Beschluss die Sperrfristen folgendermaßen verkürzen:

b) für die Auswertung durch individuelle Zugriffs- und Abrufdienste für einzelne Filme ("video on demand und near-video-on-demand") oder für ein festgelegtes Filmprogrammangebot gegen Entgelt ("pay-per-view") bis auf 4 Monate nach regulärer Erstaufführung. In besonders gelagerten Ausnahmefällen kann der Aufsichtsrat diese Frist projektgerecht weiter verkürzen, wenn dadurch die bestmögliche Verwertung des Films gewährleistet und die Kinoauswertung nicht gefährdet wird.



Richtlinien vom Juli 2015: redaktionelle Änderung gemäß EU Verordnung Nr 651/2014.  


In der Aufsichtsratssitzungvom 16. Dezember 2014 wurde eine Neuberechnung der Fertigungsgemeinkosten (Anlage C der Förderungsrichtlinien) beschlossen. Ab 01.01.2015 und somit ab Wirksamkeit des 2. Antragstermins am 17.02.2015 gelten somit erhöhte %Sätze: Für Fertigungskosten bis 800.000 Euro werden max. 9% Fertigungsgemeinkosten anerkannt, danach fällt dieser Prozentsatz degressiv bis er bei Fertigungskosten von 2 Mio. Euro 7,5% erreicht, darüber hinaus werden pro zusätzlicher 100.000 Euro an Fertigungskosten zusätzliche 5% an Gemeinkosten anerkannt bis zu einer maximalen Obergrenze von 350.000 Euro (d.s. 5,83% bei Nettofertigungskosten von 6 Mio. Euro).

aktuelle Kalkulationshilfe


Der Aufsichtsrat hat in seiner zweiten Sitzung 2014 hinsichtlich der "Virtual Print Fees" folgendes beschlossen:
"Anerkannt werden die Kosten für analoge und digitale Kopien, sowie allfällige Kosten für die Schlüsselvergabe bei digitalen Filmeinsätzen. Im Sinne eines möglichst breit gestreuten und diskriminierungsfreien Zugangs österreichischer Kinos zu geförderten Verleihmaßnahmen können auch VPF-Zahlungen (Zahlungen für "Virtual Print Fees") als Teil der Vorkosten anerkannt werden. Unabdingbare Voraussetzung dafür ist, dass der Förderungswerber im Sinne einer aufrechten Geschäftsbeziehung sowohl an den in Österreich vorhandenen Integratorenmodellen (Dcinex und DDAL) als auch am freiwilligen VPF-Modell der österreichischen Filmwirtschaft teilnimmt. Die Überprüfung der VPF Rechnungen und deren ordnungsgemäßer Bezahlung ist fixer Bestandteil der Stichproben im Rahmen der Kinostartabrechnung."


Der Aufsichtsrat hat in der ersten Sitzung 2014 beschlossen, dass mit sofortiger Wirkung der Richtsatz für die Fertigungskosten von Nachwuchsfilmen in Höhe von 1,5 Mio. Euro als Höchstsatz gilt.

Des Weiteren wurde mit Wirkung ab 01.07.2014 beschlossen, die Anzahl der eingesetzten Kopien bei der Ermittlung von Referenzmitteln nicht mehr zu berücksichtigen.


Der Aufsichtsrat hat in der letzten Sitzung 2013 eine Adaptierung der Richtlinien beschlossen, gültig ab 1.1.2014:

Kalkulationshilfe 2014
  • Anhebung der Richtsätze für Regie: +25% bis Fertigungskosten v. 3 Mio. Euro, danach +20%
  • Änderungen aufgrund des per 01.01.2014 geltenden Kollektivvertrages (+2,4%)
  • Berücksichtigung der Mindesttarife bei Werkstattprojekten (Nachwuchsförderung)
  • Lohnnebenkosten gem. Beitragssätze 2014

Siehe Kalkulationshilfe: Antragstellung

Festivalliste
San Sebastian (Wettbewerb, "New Directors") und Locarno (Wettbewerb) ersetzen Rotterdam (Teilnahme)
Siehe: Anlage A bzw. Festivalliste


Der Aufsichtsrat hat in der Sitzung vom April 2013 eine Richtlinienänderungen, beschlossen.



Hinweis! Die Bemessung der seit 2012 in Geltung befindlichen Richtsätze für Drehbuchhonorare ist als Orientierungshilfe zu verstehen: Das Filminstitut empfiehlt im Falle von Nachwuchsprojekten (erster oder zweiter Langfilm) jedenfalls einen Abschlag von 25% bis 30% dieses Satzes. Bei der Bewertung ist grundsätzlich auch zu berücksichtigen, ob es sich um einen Originalstoff oder die Verwendung einer Vorlage handelt.