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Die European Film Agency Directors (EFAD) ist ein informelles Netzwerk der Leiter der nationalen öffentlichen Filmfördereinrichtungen in der Europäischen Union.

Sämtliche im Rahmen von EFAD vertretene europäische Filminstitute bzw. Filmförderinstitutionen  haben die Aufgabe, die nationale und europäische Kinofilmkultur zu fördern. Um dieses Ziel zu erreichen, haben die Mitgliedsstaaten Förderungen für das Kino und/oder den audiovisuellen Sektor auf nationaler und/oder regionaler Ebene entsprechend ihren spezifischen Bedürfnissen etabliert.

EFAD wurde mit dem Zweck eingerichtet, die gemeinsamen europäischen Interessen und Belange der nationalen Bundes-Förderungen untereinander, aber vor allem auch gegenüber der Europäischen Kommission (EK) und im Speziellen gegenüber der Generaldirektion für Wettbewerbsbelange, koordiniert und zielgerichtet zu vertreten.

Innerhalb EFADs wurden mehrere Arbeitsgruppen zu Spezialthemen wie z.B. Digitalisierung gebildet. Die wichtigste Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit dem Thema "State Aids", also mit der Frage der EU-rechtlichen Zulässigkeit staatlicher Beihilfen (Förderungen) für den Film.

So wurde z.B. nicht zuletzt durch koordiniertes Vorgehen seitens EFAD die erstmals 2004 von der EK zur Disposition gestellte "Kinomitteilung" aus dem Jahr 2001, die Basis sämtlicher Filmförderungen in Europa, vorläufig bis Ende 2012 verlängert. Eine Verschärfung der Zulässigkeit nationaler Filmförderungsmaßnahmen aus der Sicht der EU konnte so zumindest für weitere vier Jahre abgewendet werden.


KINOMITTEILUNG
Die Europäische Kommission hat eine öffentliche Konsultation zu den von ihr vorgeschlagenen beihilferechtlichen Kriterien für die künftige Beurteilung der Filmförderregelungen der Mitgliedstaaten gestartet. Diese Kriterien sind in einem Entwurf einer Mitteilung der Kommission dargelegt, zu dem bis zum 14. Juni 2012 Stellung genommen werden kann. Die Kommission beabsichtigt, die endgültige Mitteilung im zweiten Halbjahr 2012 anzunehmen.