EFAD

KINOMITTEILUNG
Die EU-Kommission hat am 14.11.2013 eine Neufassung der sogenannten "Kinomitteilung" verabschiedet. In der "Mitteilung über staatliche Beihilfen für Filme und andere audiovisuelle Werke" definiert die Kommission die Genehmigungskriterien, die zukünftig für die Vereinbarkeit von öffentlichen Förderungen im audiovisuellen Bereich mit dem Beihilferecht der EU gelten sollen: PDF-Dokument, 101,39 KB Kinomitteilung 2013

EFAD (European Film Agency Directors) ist ein informelles Netzwerk der Leiter der nationalen öffentlichen Filmfördereinrichtungen in der Europäischen Union.

Sämtliche im Rahmen von EFAD vertretene europäische Filminstitute bzw. Filmförderinstitutionen haben die Aufgabe, die nationale und europäische Kinofilmkultur zu fördern. Um dieses Ziel zu erreichen, haben die Mitgliedsstaaten Förderungen für das Kino und/oder den audiovisuellen Sektor auf nationaler und/oder regionaler Ebene entsprechend ihren spezifischen Bedürfnissen etabliert.

EFAD wurde mit dem Zweck eingerichtet, die gemeinsamen europäischen Interessen und Belange der nationalen Bundes-Förderungen untereinander, aber vor allem auch gegenüber der Europäischen Kommission (EK) und im Speziellen gegenüber der Generaldirektion für Wettbewerbsbelange, koordiniert und zielgerichtet zu vertreten.

Innerhalb EFADs wurden mehrere Arbeitsgruppen zu Spezialthemen wie z.B. Digitalisierung gebildet. Die wichtigste Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit dem Thema "State Aids", also mit der Frage der EU-rechtlichen Zulässigkeit staatlicher Beihilfen (Förderungen) für den Film.

So wurde z.B. nicht zuletzt durch koordiniertes Vorgehen seitens EFAD die erstmals 2004 von der EK zur Disposition gestellte "Kinomitteilung" aus dem Jahr 2001, die Basis sämtlicher Filmförderungen in Europa, vorläufig bis Ende 2012 verlängert. Eine Verschärfung der Zulässigkeit nationaler Filmförderungsmaßnahmen aus der Sicht der EU konnte so zumindest für weitere vier Jahre abgewendet werden.